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Feuerland - Die Südspitze Amerikas


Januar 2007

Besichtigung der Gletscher Upsala, Onelli und Spegazzini

24. Dezember 2006

Von unserem reichhaltig gedeckten Frühstückstisch sehen wir runter in eine kleine Meeresbucht. Darin führen Delphingruppen Synchronschwimmen vor. Fein gestärkt, führt uns die gut zu befahrende Piste über Camerón, wo Gauchos Schafe zusammentreiben und scheren, nach dem Lago Blanco.

Ein herrlicher Lagerplatz mit Sicht über den See auf eine Insel. Am Horizont schneebedeckte Bergspitzen und im Rücken einen Magellan-Wald. Der Wilderer, der in seiner Blechhütte nicht weit von uns entfernt war, zeigte uns seine Trophäen. Drei Biberschwänze, die wolle er an Touristen verkaufen. Wir waren daran nicht interessiert.

Aussen schmückten wir Robusto mit einem Mistelzweig und innen gab's Dekoration mit Kugeln und Girlanden. In unserer warmen Stube hörten wir Weihnachtslieder und dachten an unsere Daheimgebliebenen. Dank unserem Grosseinkauf in Punta Arenas ging es uns auch kulinarisch gut.

5 Tage lang genossen wir die Gesellschaft von wilden Pferden, Guanacos und Kondoren. Biber die morgens um 4 Uhr und abends um 10 Uhr ihre Dämme bauen bekamen wir leider nicht zu Gesicht. Zu diesen Zeiten waren wir im Land der Träume.

Vertrauen

Um unsere Augenblicke näher digital festhalten zu können, hätten wir gerne das heiss begehrte Nikkor Teleobjektiv 18-200. Für den Kauf in Europa sind Wartezeiten bis zu 5 Monaten angesagt. Unsere Suche im Internet ergab, dass Nikon im Zollfreiraum Iquique (Chile) ein solches Objektiv auf Lager hat. Nach einem Telefongespräch mit Carlos zupften wir vom Bancomaten genügend Pesos und überwiesen den Kaufpreis. Carlos sendeten wir die Faxkopie der Einzahlung und daraufhin erhielten wir eine Ordens-Nummer von Chilexpress.

36 Stunden später holten wir unser Paket am Schalter von Chilexpress in Punta Arenas ab. In dieser Zeit ist das Paket über einige tausend Kilometer transportiert worden, dabei musste es in Santiago auch noch zwischenlanden und weitergereicht werden.

Erwähnenswert: Nikon hat für den sicher nicht günstigen Transport nichts verrechnet.

Kirschensteine

Das Angebot in den städtischen Supermärkten ist enorm. Ein Schlaraffenland. Es gibt momentan auch wunderschöne Kirschen. Im Gegensatz zu Brigitte ass ich diese bisher genussvoll mit den Steinen.

Unseren Fäkalientank entleeren wir normalerweise mit einer integrierten Zerhackerpumpe über einen angekoppelten Schlauch. Kürzlich funktionierte das Abpumpen nicht mehr und die Pumpe tönte beim Einschalten wie ein Elektromixer mit Marmeln in Betrieb.

Wir entleerten über den von Action Mobil zusätzlich eingebauten Handschieber.

Nach dem Demontieren und Auseinandernehmen der Pumpe fand ich meine Kirschensteine, eingesperrt im Zerhackerraum, wieder.

Leider montierte ich dann beim Zusammensetzten das Pumprad verkehrt herum. Dies hatte zur Folge, dass die Pumpe verrückt spielte. Nach einer zusätzlichen halben Stunde schrauben war dieses Problemchen auch gelöst. Nun funktioniert die Pumpe wieder tadellos.

Kirschen werde ich nach wie vor gerne essen. Die Steine dabei aber sicher nicht mehr schlucken!

Wetter auf Feuerland

An Kleidern benötigt man: Badehose, Regen- und Daunenjacke, Gummistiefel, T-Shirt, Handschuhe und Mütze. Dies wegen der starken Winde, die das Wetter extrem schnell beeinflussen, manchmal innerhalb weniger Stunden. Das Klima ist ozeanisch und kühl gemässigt. Die Temperaturen schwanken im Sommer zwischen 8° und als Spitzenwert bis zu 30°C.

Momentan jammern die Einheimischen in Ushuaia, das Wetter sei für den Sommer zu regnerisch und zu kalt. Kommt uns irgendwie bekannt vor!

Dank Robusto fühlen wir uns auch bei extremen Wetterlagen pudelwohl.

Momentan nutzen wir das Verdunklungsrollo an unserem Dachlukenfenster zum Einschlafen ist es doch von morgens 04.00 bis abends um 23.00 Uhr hell.

Alter Whisky

In El Calafate nutzten wir die Möglichkeit, wieder einmal sehr gepflegt auswärts zu essen. Die Bar im 5 Sterne-Hotel sah sehr einladend aus und wir genehmigten uns einen Apéro. Brigitte entschied sich für ein gutes Glas Weisswein, und ich bestellte einen Macallan. Auf die Frage des Barmanns ob vom 12- oder 25-jährigen, bestellte ich ganz locker den aelteren. Es wurde sehr grosszügig eingeschenkt. Ich genoss das feine Getränk.

Nach Forelle und einem feinem, auf dem offenen Feuer zubereiteten Stück Patagonien-Lamm setzten wir uns wieder in die Bar, damit ich ungestört eine Zigarre geniessen konnte.

Die Rechnung: Der sehr alte Whisky kostete gleichviel wie 6 Flaschen Weisswein gekostet hätten, oder die Hälfte des gesamten Nachtessens mit Wein.

Diesen Whisky hätte ich wohl doch noch etwas andächtiger trinken sollen.

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"Robustos Webseite ist für mich interessanter als der Playboy", sagte ein technisch interessierter, amerikanischer Unimog-Besitzer.

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